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 - Fazil Say Foto: hr/Marco Borggreve
Ein Wochenende mit Fazil Say und dem hr-Sinfonieorchester
„Ich bin Fazil Say, Musiker“. Mehr Worte braucht der türkische Pianist und Komponist nicht, um seine Identität zu beschreiben. Fazil Say ist „Artist in Residence“ des hr-Sinfonieorchesters in dieser Saison.
Er war in seiner ganzen Bandbreite zu erleben — als interkultureller und genreübergreifender Komponist, als faszinierender Mozart-, Haydn- und Beethoven-Interpret wie auch als mitreißender Kammermusiker mit dem Hába Quartett. Howard Griffiths leitet am Samstagabend das hr-Sinfonieorchester. Solist ist neben Fazil Say die Ney-Spielerin Burçu Karadag.
Fazil Say, 1970 in Ankara geboren und später in Deutschland ausgebildet, konzertiert regelmäßig mit renommierten Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic, dem Concertgebouw Orchester und dem Orchestre National de France, er gastiert bei den großen Festivals in Luzern, Montpellier und Salzburg und ist auf allen Konzertbühnen der Welt zu Hause, von der Berliner Philharmonie bis zur Carnegie Hall in New York. Aber es hat ihm nie ausgereicht, „nur“ klassischer Pianist zu sein. Fazil Say komponiert, er flirtet mit dem Jazz, und nicht zuletzt wirkt er erfolgreich als hochengagierter interkultureller Botschafter.
Im Zentrum des „Artist in Residence Weekends" stehen eigene Werke von Fazil Say: Er überrascht mit einer Musik, in der klassische und orientalische Musik sowie Jazz-Klänge verschmelzen. Die „Fazil Say Nacht" beginnt mit der Deutschen Erstaufführung seiner „Universe Symphony“, gefolgt von „einem Konzertstück für Ney-Flöte und extra großes Orchester“ und endet mit Says „Istanbul Symphony“, einer opulenten Liebeserklärung an die pulsierende Metropole am Bosporus. In der Matinée mit anschließendem Lunch am nächsten Morgen präsentiert Fazil Say ein von ihm geschriebenes nicht minder eindrucksvolles Streichquartett mit dem Titel „Divorce“.
In beiden Konzerten wird Fazil Say darüber hinaus seinem Ruf als Extrem-Musiker, als vital-kraftvoller Pianist und außergewöhnlicher Klassik-Interpret gerecht werden und Werke von Beethoven, Mozart und Haydn präsentieren.
16.10.2012
Als „Artist in Residence“ des hr-Sinfonieorchesters arbeitet Fazil Say in der Saison 2012/13 intensiv mit dem Orchester des Hessischen Rundfunks zusammen. In drei weiteren Projekten kann man ihn zusammen mit dem hr-Orchester auch im Januar, Februar und März 2013 in der ganzen Bandbreite seiner Arbeit erleben.
Sendetermine in hr2-kultur
- Lunchkonzert „Entführung ins Serail“– Donnerstag, 6. Dezember 2012, 20.05 Uhr
- Fazil Say Nacht – Freitag, 7. Dezember 2012, 20.05 Uhr
Weitere Informationen: www.hr-sinfonieorchester.de

Merhaba Türkiye – Willkommen Türkei: Unter diesem Motto lädt das 26. Schleswig-Holstein Musik Festival vom 9. Juli bis 28. August 2011 zu einer Entdeckungsreise durch die türkische Musiklandschaft ein.
Türkei exemplarisch – genau das ist der türkische Künstler Fazil Say. Das SHMF-Publikum kann ihn als Pianisten, Dirigenten und Komponisten erleben. Der Botschafter des interkulturellen Dialogs bewegt sich gekonnt zwischen Orient und Okzident und gestaltet diesen Sommer in verschiedensten Funktionen eine Vielzahl von Projekten. Ob als Pianist mit dem Borusan Quartet oder als Komponist zahlreicher Stücke, darunter auch eines Werkes, das Say eigens für das SHMF 2011 komponiert und dem Schlagzeugstar Martin Grubinger und dem Ferhan und Ferzan Önder Piano Duo auf den Leib geschneidert hat.
Türkei kammermusikalisch lädt zu einem Streifzug durch die türkische Kammermusik vergangener Jahrhunderte und der musikalischen Moderne ein. Pianist Fazil Say gibt sich mit dem Borusan Quartet und der Academy of St Martin in the Fields die (kammermusikalische) Ehre. Das Trio Parnassus lässt vier ganz verschiedene Morgenlandfantasien erklingen. 04.08.2011
Als Beitrag für die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr widmet das Kozerthaus Dortmund seinem Exklusivkünstler, dem türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say, vom 10. bis 13. März 2010 ein kleines Festival – „Zeitinsel“ genannt. Zu hören sind u. a. die Deutsche Erstaufführung des Violinkonzertes „1001 Nacht im Harem“ sowie die Uraufführung der „Istanbul-Sinfonie“, einer Auftragskomposition des Kozerthaus Dortmund und des WDR.
Ausführende dieser Werke sind Fazil Say (Klavier), Patricia Kopatchinskaja (Violine) sowie das WDR-Sinfonieorchester unter Howard Griffiths. Mit der Zeitinsel Fazil Say spannt das Kozerthaus Dortmund auch einen Bogen nach Istanbul, der zweiten Kulturhauptstadt 2010.
 - FAZIL SAY
Die renommierte türkische Universität Bahcesehir hat ihre neue Konzerthalle nach Fazil Say genannt.
„Ein Genie spielt Mozart…supranationaler Ausnahmepianist. Er gehört derzeit mit Volodos, Kissin und Grimaud zu den interessantesten Pianisten dieser jungen Generation, wobei er sicher der forscheste, der unkonventionellste, der eigentümlichste und aufbrausendste ist…
Das konnte selbst…Horowitz in seiner gefeierten 1987er Aufnahme an der Scala nicht besser.“ laut: Klassik.Com
Says näselnder Tonfall und manche Satzdreher verraten zwar den Orientalen, aber er spricht ein erstaunlich nuanciertes Deutsch. 1970 in Ankara in eine westlich orientierte Familie hineingeboren, ist er ein Wanderer zwischen den Welten. Schon sein Großvater und sein Vater, ein Musikwissenschaftler, kamen zum Studium nach Deutschland; Fazil wuchs mit europäischer Musik auf. In Ankara studierte er zunächst Klavier und Komposition. Dort entdeckten ihn David Levine und Aribert Reimann bei einem Meisterkurs.
1987 kam er mit einem Stipendium zu Levine an die Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule; 1995 schloss er sein Studium an der damaligen Hochschule der Künste in Berlin ab. "Ich bin ein klassischer Musiker", sagt er. "Ich kann nicht sagen, ob man meiner Beethoven-Interpretation anhört, dass ich Türke bin. Aber die Türkei ist neu in der Klassikliga, deshalb habe ich einen Exotenstatus."

 - A film by Gösta Courkamp
"Er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein“.
Das Ansehen und die internationale Reputation des Pianisten Fazil Say haben sich rasant entwickelt – er hat den Sprung vom Wunderkind zum international erfolgreichen Star geschafft und die französische Zeitung „Le Figaro“ attestierte ihm: „Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 21. Jahrhunderts sein“.
Unglaubliche Kraft und absolute technische Perfektion zeichnen ihn aus. Say ist ein „Charakterkopf“, wie er nur selten auf dem klassischen Markt zu finden ist und Begabung ist ihm im Übermaß geschenkt.
Die Türkei ist auf dem Weg nach Europa. Und in der anderen Richtung darf man Fazil Say als Botschafter für klassische Musik in der Türkei verstehen. Er bringt Bach und Beethoven nach Anatolien, er komponiert Musik, in der klassische Einflüsse, aber auch türkische Folklore und jazzige Elemente verschmelzen und: er füllt mit seinen Konzerten und eigenen Kompositionen Säle und Arenen mit Tausenden von Zuschauern – ein Phänomen, das wiederum in Europa kaum noch in dieser Form vorstellbar ist.
26.05.2008
Die offizielle Website: www.fazilsay.net
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